Daytrading Erfahrungen – Geld verdienen mit Daytrading

Ich habe bereits darüber geschrieben, dass ich vor einiger Zeit mit dem Daytrading begonnen habe. Mein Interesse in das Daytrading ist noch sehr frisch und ich bin noch am herumprobieren, experimentieren, lesen, lernen und tonnenweise Livetrading Material studieren, welches ich auswerte und zu verstehen versuche.

Doch meine Freude für das Daytraden ist noch nicht so alt. Ich war sogar überaus skeptisch gegenüber dem Traden. Es klang „zu schön“, um wahr zu sein. Außerdem kursieren überall im Internet diese ganzen 12.327 € in-10-Minuten Videos, die immer wieder nur eines unterschwellig verbreiten: „AAAAbzocke“.

Aber wenn man sich mal durch die ganze Bauernfängerei gewurschtelt hat, ergibt sich ein ganz anderes Bild. An der Börse gibt es quasi zwei Lager, wenn man als Börsenneuling die Arena betreten möchte. Die langfristigen Buy and Hold Anlegerdie ihr Geld langfristig mit einem langem Zeithorizont anlegen und sich eher passiv verhalten und die Trader. Die Jungs, die sich an der vordersten Schlacht den täglichen Herausforderungen stellen. Beide Fraktionen haben ihre Vorteile, aber auch ihre Nachtteile. Aber beide Fraktionen haben das gleiche Schlachtfeld.

Wenn man sich weiterbildet und sich nicht von voreingenommenen Behauptungen einengen lässt, kann man sogar beide Fraktionen für sich vereinen und sich das Beste aus der Börse herausholen.

Denn auch ein Langzeitanleger und Investor kann ein Teil seines Kapitals nutzen, um im kurzfristigen Bereich mit einem höheren Risiko höhere Rendite zu erzielen. Genau so kann der Daytrader einen Teil seines Gewinnes wiederum mit einem langen Zeithorizont anlegen und somit noch einen extra Zins auf sein bereits erwirtschaftetes Kapital herausholen und für eine gebürtige Altersvorsorge anlegen.

 

Daytrading ist kein Spielplatz

Wenn man an der Börse teilnehmen möchte, muss eines klar sein: Man begibt sich in das Spielfeld der ganz großen Jungs. Da sitzen Leute, die über unverschämt riesige Beträge tagtäglich entscheiden. Wer den Film The Big Short gesehen hat, kann sich ein gutes Bild davon machen. Die Börse kann dir alle deine Wünsche erfüllen, sie kann dir sie aber auch alle wieder entreißen. – Kein Drama an der Stelle. – Aber man muss der Tatsache ins Auge sehen, dass man ein kleines Boot in einem heftigen sturmgeladenen Ozean ist. Und wenn man nicht richtig reagiert, geht man unter.

Zum Glück gibt es Grundprinzipien, nach denen auch die großen Jungs und die automatisierten Systeme ihr Handwerk treiben. Denn würde die Börse ganz ohne System machen was sie möchte, wer würde dort noch mitmachen?

Ein bekanntes System ist zum Beispiel: die Dow Theorie, die Theorie der Trends. Der Markt folgt immer gewissen Trends, die man am Bildschirm lesen lernen kann. Es ist am Anfang wie im Film „Matrix“, wenn Neo das erste mal diese grünen Zeichen auf dem Bildschirm runter flackern sieht und nur Bahnhof versteht. Irgendwann ergibt es langsam Sinn, wenn man sich länger damit beschäftigt, fängt man sogar an, die Realität (Wirtschaftswelt) in diesem hin und her springenden Charts und Kursen lesen zu können.

 

Daytrading und Uhrzeit

Das schöne am Trading ist, das man es eigentlich ideal zu jedem Job ausführen kann. Der Bereich Forex (Handel der Währungen) ist von Montag 0.00 h bis Freitag 24.00 h geöffnet und kann rund um die Uhr gehandelt werden. Ein Index, wie der DAX hingegen muss sich an die Börsenzeiten halten. Er lässt sich ca. von 9 Morgens bis 18 h am Abend gut handeln.

Mittags von 12.00 h bis 14.00 h gibt es eine Mittagspause. Nachmittags kommt der amerikanische Markt hinzu, der sowohl der deutschen, als auch der internationalen einen Boost an den Börsenplätzen verleiht. Denn wenn bei uns Nachmittags die Börse ihre Hochphase hat und die Volatilität (große Schwankungen) am stärksten ist, beginnt der Tag in den USA erst aufgrund der unterschiedlichen Zeitzonen. Somit beschränken sich viele direkt auf den Nachmittagshandel, wenn in den USA und Europa gerade am meisten los ist.

Daytrading ist eigentlich so ziemlich der angenehmste Job zeitlich gesehen. Hat man einen Trend erkannt, ist ihn eingegangen und er entwickelt sich positiv, lehnt man sich zurück und wartet auf den idealen Ausstiegspunkt. Dieser kann auch zum Beispiel auf dem Weg in die Stadt per App auf dem Smartphone erledigt werden.

Richtiges Traden funktioniert anders. Man sucht sich nicht seinen Lieblingsmarkt und wettet die ganze Zeit Short oder Long (das Fallen und Steigen der Kurse), denn damit wird man 100% verlieren. Nein, stattdessen hat man ein festes Setup nach der Dow- Theorie und man durchsucht die Märkte nach potentiellen Einstiegsmöglichkeiten. Findet man eine warm anlaufende Möglichkeit, so kommt der Markt erst mal auf die „Watchlist“. Dann wird nach dem geeignetsten Einstiegspunkt gesucht und wartet bis der Markt einen abholt. Dann springt man auf die Welle und surft wie ein strahlender Surferboy, den hüpfenden Mädels am Strand entgegen (Gewinn).

Und wenn mal keine geeignete Konstellation im Markt zu finden ist, dann muss man das eben akzeptieren und kann die Zeit für andere schöne Sachen nutzen, statt in einen sinnlosen Aktionismus zu geraten, bei dem man meistens ohnehin Geld verliert.

 

Daytrading und Einstiegskapital

Je größer das Konto eines Traders, desto großer die Gewinnmöglichkeit.

Aber Anfänger, wie ich, möchten nicht bis zu Rente 50. 000 € angespart haben, nur um dann beim ersten Einstieg ins Trading alles wieder zu verbraten.

Von den vielen Daytradern, von denen ich mir bislang Material herangezogen habe, haben alle im Schnitt 4 – 5 Jahre gebraucht, um mit dem Trading profitabel zu werden. Ihr Problem war natürlich, dass es früher nicht diese Überflut an Informationen gegeben hat. Viele dieser Daytrader haben per Versuch und Irrtum schmerzlich das Traden lernen müssen. Sie haben oft versagt und viel Kapital verbrannt. Aber geben ihre Erfahrung heutigen und jüngeren Tradern wie mir und anderen umsonst weiter.

Kurse die früher 1000 € und mehr gekostet haben, sind heute auf Youtube frei zugänglich und jeder kann das Traden selbstständig lernen. Zusätzlich sind die ganzen Broker in einem starken Wettkampf untereinander, sodass auch sie bereits mit freien Webinaren im Überangebot stehen. Sprich man bekommt heutzutage eine komplette Berufsausbildung frei nach Hause geschickt und profitiert von ihrer Jahre langen Berufserfahrung.

Nichtsdestotrotz wird man selber Fehler machen.

Deshalb bin ich auch wieder auf meinem Demokonto unterwegs. Ich werde erst einmal eine solide Grundausbildung, die ich mir selbst zusammen bastle auf dem Demokonto fertig bringen, bevor ich wieder mit echtem Geld handle. Man darf nicht vergessen: Daytrading ist ein Beruf.

Ein guter Daytrader hat mir auf eine Nachricht folgendermaßen geantwortet: “ Wenn du ein Pilot werden willst, dann übst du auch erst mal einige Jahre im Flugsimulator. Du steigst nicht an deinem ersten Ausbildungstag in ein Flugzeug und darfst das Ding selbstständig in die Luft bewegen, geschweige dann noch mit Passagieren. Das führt unweigerlich in die Katastrophe. Deswegen trainiere soviel und solange wie du kannst auf dem Demokonto, so dass du im Schlaf traden könntest.“

Natürlich werde ich diese Weisheit beherzigen und auf dem Demokonto erst mal dranbleiben. Nichtsdestotrotz kann man Daytrading mit einem kleinen Konto betreiben und bereits mit 300 € loslegen. 300€ sind sehr grenzwertig. Ein geeignetes Risikopotential bieten eher 1000 € bis 2000 €, um auch kleine Verluste verkraften zu können. Angenommen man schafft es täglich nur 20 € zu erwirtschaften, so hat man bereits ohne viel Mühe ein schönes Nebeneinkommen von 400 €

 

Daytrading und Steuern

Das gute am Daytrading ist, es wird nicht als selbstständige Tätigkeit gesehen, sondern die Gewinne können als Einkommen aus Kapitalerträgen versteuert werden. Somit muss man zwar den Gewinn aus dem Daytrading versteuern, aber nur mit 25%. Insgesamt hat man als Alleinstehender einen Steuerfreibetrag von 801 € und bei verheiratetem Status 1602 €.

Das heißt, erst bei Gewinn ab diesem Betrag (Im Jahr) muss man Steuern zahlen.

Wenn man sich das Daytrading erst einmal beigebracht hat, was eindeutig der größte zeitliche Aufwand an dem Ganzen darstellt, hat man eine geniale Möglichkeit, weit aus mehr aus seinem monatlichem Einkommen aus dem Job herauszuholen. Angenommen man baut sich mit einer monatlichen Sparrate von 100 € langsam ein Tradingkonto auf. Mit der Zeit wird man besser und vergrößert es durch das Trading an sich ebenfalls. So hat man 2 solide Einkommensquellen. Manche Trades kann man sogar während seiner Arbeit tätigen (Auch wenn das etwas anstrengend sein kann). Die Gewinne aus dem Trading und den Überschuss aus dem Jobkann man nun langfristig in ETFs oder Aktien anlegen und somit nochmal von dem gleichen Geld profitieren.

Damit holt man wirklich das beste aus seinen Jobverdienstmöglichkeiten heraus.

Und wenn man sich das alles zur gemütlichen Gewohnheit macht, baut man über Jahre hinweg ein ordentliches Vermögen auf, welches einem hilft sich selbstständig und vor allem beständig in der Welt fort zu bewegen.

 

Ja, ich will mehr über Daytrading wissen (Video)

 

(Dieser Artikel enthält Werbelinks)

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