Lohnt sich das Bloggen noch in 2018? Sei pragmatisch und marktorientiert.

Lohnt sich das Bloggen noch in 2018? Ich habe vor einem Jahr das Buch „Lifehack Passives Einkommen“ geschrieben. Damals dachte ich noch, ich werde nur durch das Bloggen und einige Bücher Geld verdienen. Ich war noch frisch im Internet, was das Thema Geld verdienen anging. Ich startete meinen Blog nicht, weil ich dachte, dass es das lukrativste sei, sondern, weil ich Lust darauf hatte, einen eigenen Blog zu besitzen. Es ging dabei nicht einmal darum, dass ich mein Ego zur Schau stellen wollte, es ging mir darum, meinen Prozess festzuhalten und andere dabei zu motivieren, und vielleicht zu inspirieren. Ich wollte meine Schreibfähigkeiten trainieren und die Welle reiten.

Meine ersten Einnahmen kamen tatsächlich durch meinen Blog zustande. Was ich also in meinem Buch über das erste Jahr als Blogger geschrieben habe ist wahr. Doch mache ich heute immer noch so viele Einnahmen mit meinem Blog? Nicht ganz. Zumindest nicht mehr so konsistent. Das hat aber andere Gründe. Ich verlegte meinen Fokus. Nach dem Veröffentlichen von LPE merkte ich, dass es mit Büchern viel einfacher war, Geld zu verdienen als mit einem Blog. Das hat mehrere Gründe und diese will ich nennen:

Die Aufmerksamkeit ist nicht mehr bei den Blogs. Nicht mehr viele Menschen tummeln sich heute noch auf Blogs. Es gibt zwar vereinzelt welche, aber das was früher die Bloggerszene interessant machte, ist heute nicht mehr so gegeben. Früher waren Blogs Informationsquellen und Anlaufstellen für Unterhaltung #1. Dies wurde in den letzten 10 Jahren immer mehr durch Youtube ersetzt. Youtube ist die neue Bloggerszene. Wenn heute jemand ein Problem hat, geht er inzwischen öfter zu Youtube und sucht dort nach einer Lösung. Video und Audio ist einfach schneller, effektiver und angenehmer zu konsumieren. Das Lesen braucht einfach mehr Zeit und ist anstrengender. Es verbraucht mehr Energie und Menschen haben heute grundsätzlich weniger Zeit und freie Energie zur Verfügung.

Ein Blog ist heute einfach nicht mehr „in“. Ausnahmen gibt es natürlich immer noch. Es gibt natürlich immer noch große Blogs im englischsprachigen Raum, die 5 oder 6 stellig im Monat verdienen.

Ich blogge sehr gerne, aber da die Aufmerksamkeit heute nicht mehr so groß ist für Blogs, ist es mehr ein Hobby geworden, statt eines wirklichen Geschäfts. Mein Geld verdiene ich inzwischen fast nur noch mit Büchern und E-Books. Dort ist noch viel Geld zu holen, in jeder Nische. Man muss zwar im Vorfeld deutlich mehr Arbeit leisten als mit einem Blog. Aber man bekommt ein Vielfaches zurück.

Wenn du also heute noch einen Blog starten willst, um damit Geld zu verdienen, dann würde ich dir das nur raten, wenn dir das Tippen deiner Gedanken wirklich Freude bereitet. Bei mir ist es so, dass manche Gedanken, so wie dieser Beitrag hier, einfach raus müssen, in die Welt. Sonst fühle ich mich so, als würde ich jemandem etwas Wichtiges vorenthalten. Wenn du einen solchen Drang verspürst, dann ist das Bloggen immer noch etwas für dich und du wirst einen Lohn erhalten, der erfüllender ist als Geld. Aber um das Essen auf den Tisch zu bringen und die Miete zu bezahlen, dafür brauchst du lukrativere Methoden in 2018, wenn du erst anfängst.

In 2018 sind immer noch sehr gut:

  • Bücher und E-Books
  • T-Shirts
  • Youtube
  • Podcasts

Diese Dinge kann man immer noch sehr gut mit den eigenen Lieblingsthemen verbinden. Du magst Motorräder? Mach einen Podcast dazu, schreibe Bücher und lade Designs dafür hoch, welche du auf deiner Facebook Fan Page verlinkst. Die Möglichkeiten sind immer noch da und es lässt sich immer noch sau viel Geld im Internet verdienen. Man muss zugreifen und sich Mühe geben. Das bedeutet, Zeit zu investieren. Man braucht nicht viel Geld, aber Zeit im Internet. Das bedeutet, man muss in seiner Freizeit arbeiten. Aber es lohnt sich.

Ich habe heute den besten Job der Welt, weil ich 3 Jahre in meiner Freizeit etwas aufgebaut habe, wovon ich heute leben kann. Es ist anders gekommen, als ich zunächst dachte. Aber man muss sich im Internet immer anpassen und weiterentwickeln.

Beste Grüße,

Alex.

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