Raus aus den Schulden – Studieren auf Kredit

Studium?

  • Joa.

Neue Wohnung?

  • Ja.

Neues Auto?

  • Sicher doch.

Ein neuer Computer?

  • Ja, klar.

 

 

Wie wollen Sie bezahlen?

„Ähhh, ich nehme einen Kredit auf, das geht schon.“

 

Schulden machen ist easy. Die Werbung animiert uns schließlich auch dazu. Auf Kredit zu leben ist normal. Schulden hat doch heute jeder.

Daran ist doch gar nichts weiter schlimm oder?

 

Studieren auf Kredit

Meine Eltern konnten es sich damals auch nicht leisten meine Unizeit komplett zu finanzieren und das wollte ich auch nicht. Da meine Eltern auch kein zu hohen Verdienst haben, bietet sich das BAföG optimal an und die 50% Rückzahlungsvergünstigung hört sich auch ganz nett an. Vor dem ersten Semester denkt man noch gar nicht daran, wie es sich entwickelt und 5 Jahre nach letzter Kreditrate hört sich auch nach einer weiten Zukunft an, da wird man es schon irgendwie schaffen.

Ich studierte ganze 7 Semester und befand mich aber schon am Übergang in meine Selbstständigkeit in meine künstlerischen Laufbahn, als ich merkte, ich werde das Studium nicht zu Ende machen.

Meine Energie für das Studium habe ich die letzten Semester immer weiter reduziert und sie in meinen neuen Lebensweg gesteckt.

Da es alles aussichtsvoll schien, ich aber Startkapital für den Sprung brauchte und gerade mit meiner damaligen Freundin zusammen zog, nahm ich aus dem emotionalen Antrieb einen zweiten Kredit auf.

Dieser muss mit 100% der Kreditsumme + momentane 1,71 % Zinsen zurückgezahlt werden.

Ich dachte mir gut, auch das ist noch in weiter Zukunft und schloss den Vertrag kurzer Hand ab.

 

Die Zukunft kommt schneller als man denkt

So nimmt das Leben seinen lauf und es kam alles anders als geplant. Mittlerweile habe ich die Selbstständigkeit aufgegeben und fahre mit einem geregeltem Einkommen und einem Angestelltenverhältnis besser und kann vorausplanen.

Meine Schulden sind noch nicht abbezahlt, sie werden nächstes Jahr fällig. 2016 beginne ich den Kredit abzubezahlen und 2017 möchte ich den BAföG mit einer einmaligen Zahlung abschließen, da man dafür dann eine Vergünstigung erhält, wenn man den gesamten Schuldenbetrag auf einmal abbezahlt.

Somit sind für die nächsten 2 Jahre 11000 € Schulden zuzahlen.

Warum ist das ganze überhaupt nicht schlimm? Es ist zwar eine stattliche Summe, und ich arbeite zwar nicht wirklich zu einem lukrativen Gehalt, aber für mich bildet es eine geniale Grundlage mich weiterzuentwickeln.

Es ist eine gute Herausforderung.

Um Probleme zu lösen muss man kreativ werden.

Ich habe nun mein erstes Jahr in meinem Job hinter mir und konnte mir in dem Jahr meine ganze Wohnung einrichten und habe mir dementsprechend eine gute Basis aufgebaut und mich nun in den kommenden 2 Jahren darum zu kümmern meine Schulden abzubauen, ohne mir groß Gedanken darum zu machen. Wenn ich in einem Jahr meine Wohnung mit einigen luxuriösen Gegenständen ausstatten konnte, dann werden die Schulden zu bewältigen sein.

Wichtig ist nur, dass man beginnt rational zu denken und kein Konsumtier wird. Gerade in der Anfangszeit eines Jobs mit geregeltem Gehalt, verfällt man leicht seinen Emotionen und fühlt die Freiheit konsumieren zu dürfen. Man muss sich zügeln und erst mal Abstand nehmen, die Sache rational betrachten (Brauche ich das wirklich?) und dann noch einmal den Kauf entscheiden.

 

Wie man Schulden für seine Zukunft nutzen kann

An für sich sind Schulden etwas positives, denn man hat das Geld ja irgendwann dafür benutzt sein Leben positiver zu gestalten.

Das Problem ist nur, sie werden irgendwann fällig.

Jetzt kann man den Kopf in den Sand stecken und sich ärgern oder smart bleiben und sich überlegen wie man das ganze für seine finanzielle Freiheit nutzen könnte.

Schulden haben nämlich für finanzielle Freiheit ein enormes Lernpotential. Man muss lernen mit weniger Geld auszukommen, obwohl es einem zur Verfügung stünde. Ich habe zwar mein Recht, mein ganzen Verdienst zu nutzen und weg zu konsumieren, aber da ich zunächst meine Weste reinwaschen will, wird es mein oberstes Ziel sein die Schulden aus meinem Leben zu entfernen.

Dadurch lerne ich eine der wichtigsten Bedingung auf dem Weg zu finanziellen Freiheit: Das Sparen.

Um meine Schulden fristgerecht und ohne Ärger loszuwerden, muss ich mir das Sparen zu einer Lebenseinstellung machen. Wir konsumieren in unserer Gesellschaft sowieso viel zu viel und ich bin da zum Glück auch nie in die großen Freuden des Luxuskonsums geraten. Mein einziger Konsumzwang momentan ist Wissen. Und Wissen gibt es in unserer heutigen Informationszeit zum Glück in Masse, umsonst.

 

Dadurch, dass ich jetzt beginne sparsam zu leben und früh damit beginne auf einen Teil meines Gehaltes zu verzichten, wird es mir einen enormen Hub geben sobald die Schulden abbezahlt sind. Einen Hub in Richtung finanzielle Freiheit.

Wenn die Schulden abbezahlt sind, werde ich nicht zum Konsumtier sondern werde weiterhin auf den Teil des Gehaltes verzichten, nicht um Schulden zu bezahlen, sondern um das Geld sinnvoll zu investieren. Ich werde mir Vermögenswerte anschaffen und das Geld für mich arbeiten lassen.

Da der Sprung ein übergreifender sein wird, wird es emotional nicht schmerzlich, denn ich habe bereits gelernt sparsamer zu leben und mir meine Freuden nicht aus dem Konsum zu ziehen.

 

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4 Gedanken zu „Raus aus den Schulden – Studieren auf Kredit

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