Selbstständig oder angestellt – was fetzt mehr?

Endlich Selbstständig sein.

Seinem Chef Tschüss sagen und sein eigenes Business machen.

Davon träumt doch jeder heimlich.

Kein Mann kann es genießen, Anordnung entgegen zunehmen und dabei sogar mehr zu ackern, als der eigene Chef.

Selbstständigkeit? Das ist der erste Schritt in die Freiheit.

Selbstständigkeit ist psychische Freiheit.

Für mich ist das ein interessantes Thema, da ich bis vor kurzem selbstständig war.

Ich habe viele Selbstständige in meinem direkten Umfeld, manche sind länger dabei und andere fangen gerade erst an.

 

 

Selbstständig sein

Selbstständig zu sein ist in erster Linie ein Etikett.

Alleine selbstständig per Definition zu sein, gibt einem schon ein starkes Gefühl.

 

Man fühlt sich einfach freier, da man auf sich selbst angewiesen ist und keinen Chef über sich hat, höchstens Partner.

 

Natürlich kommt es auf die Branche an.

Ich hatte ziemlich Glück mit meiner Selbstständigkeit, ich konnte sie auf meinem Hobby aufbauen.

Doch bevor ich in die Selbstständigkeit schlittern konnte, gingen 8 Jahre Arbeit und Training voraus.

Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich einfach nur noch ein Schritt nach rechts machen musste und schon befand ich mich in meinem neuen Leben.

Auftritte vor 1000 Menschen im Staatstheater, eigene Produktionen, eigene Choreographien, eigene Kurse, Kundenmeetings im McDonalds, und das viele herum reisen zu verschiedenen Events und Wettkämpfen.

 

Dein Verdienst richtet sich nach deinen Leistungen.

Je nach dem wie viel du arbeitest und welcher selbstständigen Tätigkeit du nachgehst, kannst du dich reich arbeiten oder gerade mal deine Fixkosten und Lebenserhaltung decken.

In meinen zwei Jahren Selbstständigkeit war es mal so, mal so.

Es gab Monate, da konnte ich mich gerade so über dem Wasser halten und es gab Zeiten, da war Geld kein Thema.

Für mich hat das Geld als Künstler aber eine eher untergeordnete Rolle gespielt und war reines Mittel zum Überleben.

 

Ich habe auf teilweise auf einem Kredit gelebt und auf das Geld absolut nicht geachtet, es verpuffte genau so schnell wie es kam.

Finanzielle Intelligenz? Absolute Fehlanzeige!

 

Aber finanziell kann man als Selbstständiger sehr viel raus holen.

Man kann besser verdienen, als jeder Angestellter.

 

Angestellte sind nur deshalb bei einem Unternehmen angestellt, weil sie dem Unternehmen mehr Geld einbringen, als sie Kosten.

 

Man kann mit der Kundenzahl nach eigenen Ansprüchen variieren.

Man kann den Preis der Ware und Dienstleistung selber festlegen.

Kunden empfehlen dich an andere Kunden.

Gerade im Onlinebereich kannst du skalieren ohne Ende.

 

Eigentlich ist nach oben hin keine Begrenzung gegeben.

Das einzige Problem ist, dass man noch selber arbeitet und das deutlich mehr als jeder Angestellter.

 

Es gibt keinen „Feierabend“.

Meine Arbeit beginnt mit dem ersten Gedanken und endet mit dem letzten.

 

Im Mittelalter

Im Mittelalter war es ganz normal, dass jeder selbstständig war.

Jeder hatte seinen eigenen Beruf und stellte eigene Waren her, die er dann tauschte.

Es gab den Schmied, den Buchmacher, den Bauern, den Weingärtner, den Schuhmacher.

Mit der Industrialisierung kamen die Fabriken und die Verwaltung.

Damit entstand erst die heutige beliebte Berufsgruppe der Angestellten.

 

Hobby zum Beruf

Vom Mittelalter zur Informationszeit.

Heute geht der Trend wieder dahin, dass Selbstständigkeit beliebter wird.

 

„Folge deiner Freude.“

 

Ich habe es schon ein mal mit dem Breakdance Business getan und nun mache ich es erneut mit dem Schreiben.

Viele sagen zwar man soll Hobby vom Beruf trennen.

Diese Leute haben keine Ahnung.

 

Hobby und Geld verdienen gehören zusammen.

Es gibt nichts besseres als Geld damit zu verdienen, was einem Spaß macht.

 

Doch dafür sollte man nicht nur entscheiden können was man macht, sondern man sollte auch entscheiden wie viel man macht.

Ich schreibe den ganzen Tag, weil mich keiner dazu zwingt.

Würde ich in einem Büro mit anderen Angestellten sitzen und diesen Blog „betreiben müssen“, hätte ich nach 2 Tagen bereits keine Lust mehr.

Spaß macht es nur, solange man dabei auch frei ist.

So lange die Kreativität fließt.

So lange die Lebensenergie fliiiiiießt.

 

 

Menschen bestimmen dein Gehalt.

Als Selbstständiger musst du dich sozial einbringen.

Du musst kontaktfreudig sein, du musst mit Menschen umgehen können.

Du musst Menschen verstehen. Du musst wissen, was sie wollen, brauchen, hassen und lieben.

 

Deine Produkte werden nicht von Computern, nicht von Tieren und nicht von Pflanzen gekauft, sondern von Menschen.

 

Egal was du anbietest, es sind Menschen, die dafür bezahlen und dich bevorzugen.

Also musst ihnen das Beste liefern.

 

Als Angestellter hast du deinen kleinen Mikrokosmos im Büro oder in der Werkshalle.

Als Selbstständiger bist du in Konkurrenz zu Wölfen und Löwen.

Jeder will sein Produkt oder seine Dienstleistung verkaufen.

 

Während ein regionaler Selbstständiger den Vorteil hat in der Nähe zu sein.

Hast du im Internet die ganze Welt in Konkurrenz.

 

Deswegen musst du die Menschen ansprechen, die auf deiner Wellenlänge sind.

Du musst die Menschen erreichen, die so denken wie du.

Denn sie interessieren sich für die gleichen Sachen wie du.

Sie wollen wissen, was du anzubieten hast.

 

Ich weiß noch wie oft ich zu manchen Aufträgen kam, alleine durch simplen Smalltalk.

Bei Treffen mit alten Bekannten, oder durch Freunde von Freunden.

Du setzt überall dein Markenzeichen und deine Kunden empfehlen dich auch weiter, oder auch nicht.

Das ist ein wichtiger Punkt bei Überlegungen, sich selbstständig zu machen.

 

Je beliebter du bist, desto mehr Geld kannst du verlangen.

Wenn dein Terminkalender zu platzen droht, kannst du hübsche Sümmchen verlangen.

Allerdings wird dieser Punkt heutzutage immer schwieriger.

Durch das Internet haben alle Menschen direkten Kontakt zu allen Unternehmen und Selbstständigen.

Die alte Offline Freund zu Freund Empfehlung ist zwar noch die wirksamste, aber durch das Internet kann jeder sich zu jeder Zeit über jeden informieren.

 

 

Selbstmanagement

Wann stehe ich auf und wie viele Stunden arbeite ich?

Mache ich jetzt etwas für meine Fitness oder arbeite ich lieber an meinem Projekt weiter?

Das sind tägliche Fragen über die sich Selbstständige mit einem Online Business  abquälen müssen, schlimm oder?

 

Es ist eine schöne Freiheit seinen Tag komplett selbst planen zu können und unabhängig zu sein.

Auch kann man flexibel auf das Wetter reagieren und Urlaub nehmen wann man möchte und nicht wann der Chef es erlaubt.

 

Allerdings ist eine hohe Eigenmotivation und Verantwortung notwendig.

Natürlich ist es eine reine Sache der Gewohnheiten.

 

 

In die Selbstständigkeit starten

Der Start in die Selbstständigkeit sollte gut überlegt sein.

Befindet man sich noch in einem angestellten Verhältnis, empfiehlt es sich auf jeden Fall ein Startkapital anzuhäufen.

Je nach dem in welchem Bereich du dich verwirklichen willst.

Brauchst du Geräte? Brauchst du ein Atelier? Ein Büro?

Wie zahlst du im nächsten Jahr deine Miete, wenn die Auftragslage noch nicht so berauschend ist?

Für die Selbstständigkeit ist ein gepolstertes Kissen sehr sehr wichtig.

Denn du kannst nur kreativ, produktiv und entspannt arbeiten, wenn dein Lebensunterhalt für die erste Zeit gedeckt ist.

Wenn du im ersten Monat nicht weißt, ob du die Miete bezahlen kannst und das an deinen Nerven beißt, wirst du einfach keine gute Arbeit abliefern können.

Es wird stressig und die Ergebnisse werden gehetzt sein.

Aber man sollte nicht zu lange warten, je früher man springt desto besser.

Dieser Druck, jetzt etwas auf die Beine stellen zu müssen macht kreativ und pumpt Adrenalin durch den Körper.

Ich mache mich aktuell Schritt für Schritt selbstständig.

Dabei bin ich bereits von einer 5 Tage, auf eine 4 Tage Woche im Angestelltenverhältnis.

Den Rest der Zeit arbeite ich an meinem Blog und an meinen Büchern.

 

Nebenbei selbstständig

Diese Form der Selbstständigkeit ist mir aktuell die liebste.

Ich beziehe ein festes Gehalt von meinem Job und baue langsam und bequem meine Selbstständigkeit auf.

Ich kann hier meine Zeit selbst bestimmen und es ist ein geniales zweites Standbein.

 

Das gute daran ist einfach, man ist durch den festen Job komplett abgesichert und jeder Mehraufwand in seine selbstständigen Tätigkeit ist reiner Gewinn.

 

Trotzdem ist der Plan längerfristig komplett selbstständig zu werden.

Ich arbeite dafür die ganze Zeit, auch am Wochenende und nach jedem Feierabend.

Es ist mein Ziel und dieses werde ich erreichen.

Als ich mit 16 Jahren mit Breakdance begonnen habe, wusste ich auch nicht wie ich davon mal leben werde.

Es war noch nicht ein mal in meinen Gedanken, davon zu leben.

Aber 8 Jahre später reiste ich herum und lebte von meinem Hobby.

Es ist möglich etwas aus dem Nichts zu erschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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