Gewohnheiten ändern

Gewohnheiten stellen die Basis für langanhaltende Veränderungen und dauerhaften Erfolg dar. Gewohnheiten sind die kleinen Bausteine, die wir effektiv gestalten können, um zu einem gesunden Fundament für ein geglücktes Leben zu gelangen.

 

Der statische Alltag

Oft übernehmen wir Gewohnheiten aus unserem Elternhaus, oder aus dem Freundeskreis. Die Trägheit der Gemütlichkeit tut ihr übliches dazu. Das Leben nimmt seinen Lauf, man etabliert sich in einer Arbeitsstelle, baut einen sozialen Kreis auf und nimmt seine Gewohnheiten als gegeben an, weiter noch als Teil der Persönlichkeit. Nach Jahren merkt man eventuell, dass man die ansässigen Gewohnheiten gerne abstreifen, bzw. neue etablieren würde, aber sie sind bereits so sehr Teil der Persönlichkeit, so dass man es doch schnell wieder sein lässt.

Zudem setzt da noch die negativ-Motivation von vorherigen Misserfolgen ein, seine Gewohnheiten zu ändern und nach einem motivierten Start in eine neue Alltagsstruktur, verpufft der Ehrgeiz und wir finden uns in der alten Struktur vor und denken uns: „wir sind halt einfach so, wie wir sind.“

 

„Keiner muss sich verändern, aber jeder der es möchte, sollte wissen wie es geht.“

 

Wie schafft man es, Gewohnheiten wirklich langfristig zu ändern?

Ich habe für mich eine Methode entdeckt, die für mich stetig funktioniert. Egal, ob ich eine lästige Gewohnheit ablegen oder mir eine neue antrainieren möchte. Doch dazu muss man erst einmal grundlegendes wissen. Gewohnheiten sind etablierte Programme unseres Gehirns, von dem es glaubt, diese seien für den Menschen profitabel.

Wenn wir zum Beispiel jeden Tag 5 Stunden auf der Couch hocken und TV schauen, ist das keine produktive und gesunde Gewohnheit. Aber in unserem Gehirn ist verankert, dass das Ganze einen Nutzen für uns hat, z.B. Energie sparen und Unterhaltung. Dies speist sich eventuell aus dem Glaubenssatz: „Veränderungen sind anstrengend“.

Um seine Gewohnheiten einfach und strukturell verändern zu können, brauchen wir eine wichtige Eigenschaft: Selbstreflexion.

Durch Selbstreflexion finden wir unsere Gewohnheiten und die tieferliegenden Glaubenssätze, die für diese Gewohnheiten verantwortlich sind. Hat man zum Beispiel den Glaubenssatz „Veränderungen sind anstrengend“ in seinem Leben etabliert, wird einem das Leben dies ständig bestätigen, da können wir noch so motiviert versuchen, diese zu ändern. Es wird anstrengend.

Um uns unserer Gewohnheiten, Meister zu werden, benötigen wir also die Fähigkeit der Selbstreflexion. Nur daraus werden wir uns unserer Glaubenssätze bewusst. Glaubenssätze durch Affirmation zu ändern, halte ich persönlich für nicht so effektiv, weil da doch eine gewisse Mühe mitschwingt und irgendwie finde ich es blöd, den ganzen Tag ein Mantra vor mich hin zu rattern, dafür ist mir mein Geist zu schade. Glaubenssätze lassen sich viel einfacher umgestalten. Glaubenssätze sind Gebilde von Tatsachen, die dein Geist für wahr hält. Wenn du zum Beispiel gerne viel Süßkram isst und dich wenig bewegst, wirst du mit der Zeit zunehmen. Daraus formt dein Geist mit der Zeit einen Glaubenssatz zum Beispiel: „Abnehmen ist nichts für mich.“ oder: „Abnehmen fällt mir sehr schwer“. Für deinen Geist ist dieser Glaubenssatz damit eine erfüllende Tatsache und du wirst erfolgreich zunehmen.

 

„Der menschliche Geist ist immer auf Erfolg aus, wie dieser Erfolg aussieht, spielt in erster Linie keine Rolle.“

 

Wir müssen also unserem Geist neues Futter geben, welches er für wahr hält. Am besten geht das, in dem man ihm bewusst Erfolg schenkt. Positiven Erfolg. Das bedeutet vor allem, in erster Linie zunächst positive Gewohnheiten zu etablieren. Aus diesem Erfolg speist sich dein Geist und er wird seine Glaubenssätze umformen in z.B. „Veränderungen sind ja gar nicht so schwierig.“ Man muss den Stein also ins Rollen bringen, oder ein anderes Sinnbild: einen kleinen Schneeball, den man einen Berg im Winter herunter kullern lässt, und dieser mit der Zeit an Masse zunimmt. Dieser Schneeball, ist dein Erfolg für positive Veränderungen.

 

Wie sieht das Ganze in der Praxis aus?

Was kann man effektiv tun?

Es klingt, als müsste man Gewohnheiten ändern, um Gewohnheiten ändern zu können. Aber genau das ist das paradoxe und zugleich das effektive daran. Denn durch geglückte Veränderungen wird dem Geist bewusst, es ist möglich, es ist einfach und er profitiert davon. That’s it!

Darum lautet die Devise, fang an!

Doch wo genau sollte man anfangen? Ich habe für mich festgestellt, der Erfolg ist am effektivsten, wenn man sich zuerst die nervigste, unnötigste und leichteste Veränderung vornimmt. Bei mir war es zum Beispiel die Gewohnheit, dass ich seit ich klein war, jeden Abend bis zu einer Tafel Schokolade verdrückt habe. Ich hatte den Glaubenssatz, es tut meiner Seele gut und es befriedigt mich, was uns auch die überall-umgebende Werbung suggeriert. Ich konnte machen was ich wollte, ich kam von dem Zeug nicht los, 20 Jahre lang nicht. Dann habe ich beschlossen mir wirklich mal ein Ziel zu setzen und das Zeug 30 Tage lang nicht zu konsumieren. Die Anfangszeit war natürlich „hart“, aber auch nur in meinem Geist, denn er hat ja ständig erfolgreich dafür gesorgt, dass es meiner Seele dadurch gut geht und dieser „Erfolg“ blieb nun aus.

 

30 Tage

Nach 20 Tagen war mein Geist bereits konvertiert und er bestand nicht mehr auf seinen täglichen Schokoladenkonsum, um seinen Erfolg zu demonstrieren. Er war irgendwie auf Leerlauf und wartete weitere Anweisungen, bzw. verbuchte erste Erfolgsgefühle im Zusammenhang mit dieser neuen Veränderung in meinem Leben. Nach weiteren 10 Tagen, war ich bereits einen Monat erfolgreich – ohne den Schokoladenkonsum – noch immer am Leben. Mein Geist hatte gelernt, dass Schokolade für mein Leben nicht mehr notwendig ist, um glücklich zu sein und weiter noch hat er gelernt, dass Veränderungen von Gewohnheiten, egal wie lange wir sie schon mit uns tragen einfach sind.

Von da an wurden Veränderungen immer einfacher und täglicher, denn nun hatte mein Geist einen neuen Glaubenssatzkasten:

  • Veränderungen sind einfach
  • Veränderungen machen Spaß
  • Gewohnheiten lassen sich ändern
  • Gewohnheiten sind die Basis eines jeden erfolgreichen Menschen
  • Es kostet mich nur 30 Tage Bewusstheit, mein ganzes Leben zu verändern
  • Mein Geist möchte Erfolg
  • Es ist total einfach

 

 

 

Dazu eine kleine Veranschaulichung:

Veränderung
Glaubenssätze, Gewohnheiten und der menschliche Geist stehen immer in Wechselwirkung miteinander, der Hebel ist beim einfachsten, möglichen anzulegen.

 

Was passierte dann?

Dieser Erfolg machte mir vor allem eines deutlich: Jede Veränderung ist möglich. So fing ich an, nach und nach meine Gewohnheiten um zu strukturieren. Ich fing an produktiver und sinnvoller zu leben. Ich lernte, meine Zeit nicht mehr für belangloses weg zu schmeißen, sondern sie effektiv zu nutzen. Aus den neuen guten Gewohnheiten, fingen an sich große und kleine Ziele zu formen. Ich entdeckte neue Hobbys und genieße es in einem produktiven Flow zu sein. Und wenn ich es schaffen konnte, kann es jeder schaffen.

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