In Aktien investieren oder erstmal Schulden abbauen?

In Aktien investieren und das große Geld machen?

Ja, das klingt verlockend. Gerade in der heutigen vernetzten Welt haben Unternehmen gute Chancen, schnell nach oben zu schießen und durch die Decke zu gehen. Wer da an der richtigen Stelle, zur richtigen Zeit investiert, kann ein Vermögen machen. Umso bitterer ist es, wenn man investieren wollte, es aber aus irgendeinem Grund nicht tat und aus den Nachrichten erfährt, dass das Unternehmen ohne einen selbst einen Rekordsprung in die Höhe gemacht hat.

Man sollte seine Chance also nutzen, aber man muss dafür natürlich erst mal mit den Basics vertraut sein und eine gewisse Erfahrung mitbringen.

 

Ab wann sollte man in Aktien investieren?

Grundsätzlich kann das dir natürlich keiner sagen. Du musst das für deine eigene Situation abwägen und schauen, dass es Sinn macht. Ich für meinen Teil könnte zum Beispiel einen Wertpapiersparplan einrichten und anfangen. Ich werde mir das die nächsten Wochen noch einmal genauer überlegen. Erst einmal werde ich morgen bei meiner neuen Bank anrufen. Denn ich möchte eigentlich so schnell wie möglich meine Studienschulden abbauen. Jetzt könnte ich 25 oder 50 € jeden Monat in Aktien stecken und natürlich wäre das der allererste Schritt hin, um Investor zu werden. Es hätte psychologische Auswirkungen und würde mich bestärken. Allerdings, wenn ich diese 25 € bzw. 50 € dazu nutze, um direkt in die Schulden zu investieren, wäre ich sie schneller los und wäre früher Schuldenfrei.

 

Der psychologische Faktor

Wenn man sein Geld vermehren möchte, ist der psychologische Faktor sehr wichtig. Denn der Unterschied zwischen einem reichen und einem armen Menschen ist ein Unterschied der mentalen Landkarte und Sichtweise des Menschen. Bin ich stark verschuldet, hat das einen anderen Einfluss auf die Gelassenheit, als wenn die gleiche Summe in Vermögenswerten im Depot stecken habe. Also lieber erst mal konsequent Schulden abbauen, oder bereits Vermögenswerte aufbauen?

 

Der goldene Mittelweg

Ich denke, ich warte noch ein bisschen mit dem Sparplan, das hat den Vorteil, dass ich mit einem kühleren Kopf, meine Zeit und Energie in Bücher und Projekte stecken kann. Ich schaue, wie sich meine Sparrate die nächsten Monate entwickelt und wie gut sie mit dem Finanzplan korrespondiert, den ich diese Woche erstellt habe. Falls da wirklich Luft ist, werde ich einen Sparplan beantragen, aber sonst will ich erst mal doch lieber die Schulden loswerden, das hat einfach höhere Priorität.

Denn statt jetzt mickriges Kleingeld in Aktien zu stecken, minimiere ich lieber den Zeitraum der Schulden, um schneller frei zu sein. Außerdem gilt es gerade für den Anfang auf dem Weg zu finanziellen Freiheit, sich zu bilden und zu Lesen. Seine Zeit in Bücher zu investieren und erst einmal einen Gesamtüberblick aufzubauen. Das Fundament. Viele Fangen direkt an zu investieren, aber haben noch nicht einmal ein solides Finanzwissen aufgebaut. Nicht das Geld macht reich, sondern das Wissen, wie man das Geld am besten für sich arbeiten lässt.

Related Post

Ein Gedanke zu „In Aktien investieren oder erstmal Schulden abbauen?

  1. Finde das es ein durchaus wichtiger Punkt ist denn du ansprichst. Allerdings habe ich dieses Jahr das Buch von Bodo Schäfer gelesen er vertritt die Ansicht das man von seiner Sparsumme 50% zum tilgen von Schulden nehmen sollte und die anderen 50% vom Aufbau von Vermögen. Finde diesen Ansatz auch nicht komplett falsch. Allerdings sollte man hier genau abwägen wie hoch die Individuellen Zinsen sind. Denn wenn diese wirklich extrem hoch sind bin ich auch dafür 100% in die Tilgung zu stecken.

    Gruß

    C.F

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.