Von der Freiheit ein Autor zu sein

Wenn der Job nervt

Hattet ihr schon mal schlaflos Nächte wegen eures Jobs? So, dass sich die ganzen Gedanken darum drehen, wie es mit der Zukunft aussieht und wie es weiter geht? Ich bin gerade in so einer Phase und sie raubt mir seit über einer Woche jeglichen Schlaf. Ich schlafe nicht länger als 4 Stunden, wache extrem wach auf und kann auch nicht wieder zurück in die Ruhe. Rastlos.

Der Übergang von der Zeitarbeitsfirma in die Festeinstellung ist ein nerviger Prozess. Man steht zwischen den Welten und weiß nicht was auf einen zukommt. Ich meine es ist kein so großer Deal. Es wird schon irgendwie weiter gehen und ich weiß, egal was passiert es wird mir immer gut gehen. Aber diese Ungewissheit, ob man nun gereicht hat und ob man gut genug war, zerbirst einen.

Ich bin nicht abhängig von meinem Job, er ist austauschbar. Und ich bin für die Arbeitsstelle austauschbar. So gibt es sicher keine großen Verluste. Jedoch hat man sich an die Menschen gewöhnt und man ist in einem gewissen Rythmus, auch wenn er ständig durcheinander geschmissen wird. Man ist den Launen der Vorgesetzten ausgeliefert und hat sich unterzuordnen. Man muss schön ja sagen, obwohl man Nein denkt. Echt das nervt.

 

Einfach Autor sein

Wenn ich es frei wählen könnte, würde mein Job einfach nur Autor sein. Ich mein ich liebe es, morgens um 5 aufzustehen. Nicht weil ich zur vollen zombiebeladenen Arbeitstiertransportgüterwagon (auch Straßenbahn genannt) muss. Sondern aufgrund der besonders produktiven Zeitqualität von dieser sechsten Stunde eines Tages.

Letztes Jahr im Sommer, war ich einen Monat komplett frei von jeglichen Institutionen und Pflichtmaßnahmen, wie Uni, Job oder Veranstaltungen. Ich hatte mein Geld als Trainer und Coach verdient, was ich nicht als Pflicht bezeichnen würde.

Jedenfalls war das ein genialer Monat. Ich stand auf, Frühstückte gut, machte mir gute Musik auf den Mp3 Player und stürmte nach draußen zum Joggen und Fitnesstraining. Nach 2 Stunden kam ich wieder und duschte. Zeit fürs Mittagessen und anschließend schrieb ich ein paar Stunden. Nicht für einen Blog oder ein Buch. Ich schrieb einfach nur so für mich. Einer Art Tagebuch. So etwas wie das hier auch. Am Abend habe ich Bücher oder anderen interessanten Stuff im Internet konsumiert und mich weitergebildet.

Aber in diesem Moment wurde mir bewusst, wie geil so ein Leben eigentlich ist. Du machst das wo drauf du Bock hast. Bei mir ist es einfach Business und Fitness. Die zwei wichtigsten Sachen im Leben für einen Mann. Der Sex ist irgendwo dazwischen. Aber ich bin im momentan glücklicher Single und daher ist der eher unregelmäßig.

Aber so sollte das Leben sein. Kein abquälen in einer Fabrik, in der man Sachen herstellt, die kein Mensch braucht, nur um die Natur weiter auszurotten. Nein mit der Natur in Harmonie leben sollten wir. Sie schätzen und kultivieren. Wieder so sein wie die Tiere. Ein eigenes kleines Paradies schaffen. Der Mensch braucht gar nicht so viel. Ein bisschen Essen, ein bisschen Sex und dazwischen ein paar Zeilen Text in den Computer hämmern. Das ist es.

 

 

Leistung bringen

Mir geht es nicht darum, faul sein zu dürfen. Ich hasse es faul zu sein. Jeder falls wenn es ein Dauerzustand ist. Ein Abend ist mal Okay. Aber so richtig nichts machen kann ich trotzdem nicht. Es werden trotzdem Blogs oder andere Sachen die einen auch nur ein Zentimeter weiterbringen im Leben konsumiert.

Es geht einfach nur darum das richtige zu tun.

Ich bin der Meinung die Welt braucht nicht noch mehr Fabriken, auch wenn ich dankbar bin für den Computer und meine Möbel. Die Sache mit dem Kapitalismus ist halt ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist man dankbar für den Luxus den man hat, andererseits sieht man was mit der Welt passiert. Und fragt sich, wo geht diese Entwicklung nur hin.

Ich will Leistung bringen. Aber ich will sie dort einsetzen, wo ich der Meinung bin, dass sie sinnvoll ist. Für mich ist es in erster Linie sinnvoll mich gesund und fit zu halten und für meine Grundbedürfnisse zu sorgen. Reich sein, muss nicht in Form von Geld sein. Für mich ist die Definition von Reich sein immer noch: Die Fähigkeit das zu tun, was du tun möchtest, wenn du es tun möchtest.

Es geht darum, genau das zu erreichen und danach zu leben. Und das moderne Leben, stellt genau das für jeden ausgiebig zu Verfügung. Immer mehr Entrepreneure schaffen es von ihrem Lebensstil zu leben.

Wenn es um dein Leben geht, kannst du gar nicht faul sein. Du wirst automatisch dein aller bestes geben. Du gibst dein ganzes und dein bestes, weil du es liebst was du tust. Deswegen bin ich auch begeistert von den ganzen Zockern, die davon leben können, dass denen jemand beim Zocken zuschaut. Für mich wäre das zu einseitig, aber wenn es für sie funktioniert, genial. Es ist garantiert nicht leicht, sich auch immer nur zum zocken zu bewegen, sicher hat der Job dann auch Aspekte die mit der Zeit anfangen zu nerven.

Aber es ist einfach genial, dass so etwas heute möglich ist. Und die Zukunft wird voll davon sein. Die ganzen Kinder wachsen heute mit YouTube auf. Der Begriff Arbeit, wird bald schon neu definiert werden. Dann heißt es nicht mehr: wo arbeiten sie? Sondern: welche Daten stellen Sie der Welt zur Verfügung? 

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4 Gedanken zu „Von der Freiheit ein Autor zu sein

  1. Das tun was man mag kann jeder. Die meisten wissen es nur (noch) nicht. Jeder sich in einem unbeliebten Job abschufftet ist eigentlich selber schuld, denn jeder richtet sich sein Leben, Beruf und das dazugehörige Umfeld selbst. Ich lebe au h nach dem Motto jeder beestimmt selbst über sein Leben und bin dabei glücklich, denn alles ist so angestimmt, dass ich zufrieden bin…

  2. Gut geschrieben, den wunsch zu tun was man möchte (ohne wenn und aber und ohne Konsequenzen) und sich auf seine art zu verwirklichen hat wohl jeder, der eine mehr der andere weniger aber sicher in jedem steckt der wunsch.

    Wie du selbst schön geschrieben hast, „reich sein, muss nicht in Form von Geld sein“ es gibt so viel mehr…

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