Warum viele Künstler arm und pleite sind

Ich habe sieben Jahre meines Lebens damit verbracht Kunst zu verstehen. Danach habe ich angefangen „Geld zu machen“.

Angefangen bei meinem Architekturstudium, weiter über Breakdance, über den ich viel Kontakt mit einer Kunsthochschule hatte, und Künstler und angehende Künstler oft beobachten konnte und an Projekten beteiligt war.

Kunst ist für pragmatische Menschen, die in einer Fabrik arbeiten, schwer zu verstehen. Ich würde mich heute eher als Arbeiter sehen, der versucht hatte die Kunst zu verstehen, als einen Künstler, der heute in einer Halle arbeitet. Bin ich gescheitert? – Nein.

In der Kunst kann keiner scheitern. Kunst ist etwas sehr praktisches, was Künstler versuchen unpraktisch aussehen zu lassen. Künstler sind mit die größten Narzissten.

Viele kommen aus einem gesegnetem Elternhaus und demonstrieren und wollen sich unterscheiden. Erscheinungen wie die Hipsterwelle, gab es schon immer. Gemeinsamer Feindbild ist immer das kapitalistische System. Ich dachte auch so.

Heute denke ich anders. Natürlich ist das System nicht perfekt, aber es geht uns allen – trotz Verhältnismäßig wenig Aufwand – extrem gut. Selbst mit einem Mindestlohnjob.

(Im Kontext, dass ich die Tage eine Doku gesehen habe, in der es unter anderem darum ging, dass es in Teilen dieser Welt immer noch Kannibalismus, aufgrund von Nahrungsmittelknappheit gibt.)

 

Kreativ zu arbeiten ist der schönste Beruf für einen Menschen

Der Mensch als geistiges Wesen braucht eine Tätigkeit, die sein Denken und seine Kreativität in Anspruch nimmt. Wenn man keinen Trieb dazu hat, sich weiterzuentwickeln, neigt man dazu es mit Drogen (Welcher Art auch immer) auszugleichen.

  • Kreativ sein und Dinge erschaffen löst einen davon, sein Leben als sinnlos zu betrachten.
  • Keinen Chef zu haben und unabhängig zu sein, ist ein Segen.
  • Das Problem von vielen Künstlern ist, dass sie Kunst der Kunst wegen machen. Ihre Identifikation damit, dass sie wirklich Künstler sind, sperrt sie in einen Käfig aus Farben.
  • „Ich bin Künstler, Geld ist mein Feind – Buhuu.“
  • „Geld ist die Wurzel allen Übels. Ich mache lieber weiter belanglose Kunst und hoffe eines Tages einen großen Namen zu haben, entdeckt zu werden, geliebt zu werden – und später viel Geld zu verdienen.“
  • „Aber wie bezahle ich bloß die nächste Miete? Ach, naja, die günstige Absteige tut es auch, ich bin ja Künstler.“

Künstler sind eigentlich Unternehmer mit einem eingeschränkten Mindset.

 

Künstler Mindset vs. Unternehmermindset

Sowohl Künstler, als auch Unternehmer schöpfen Ideen und Projekte aus dem gleichen immateriellen Bereich. Woher kommen Ideen? Keiner kann es genau beantworten.

Der Künstler schränkt sich jedoch durch die Definition: „Ich bin Künstler und Geld ist böse“ ein. Ein Unternehmer schöpft genauso Ideen. Er realisiert Projekte. Er schließt sich zu Gemeinschaften zusammen, allerdings unter dem realistischen Aspekt, dass Geld etwas brauchbares und essentielles in unserer Gesellschaft ist – nicht etwas, was bekämpft werden muss.

Ein Unternehmer macht das gleiche, was ein Künstler auch macht. Er orientiert sich jedoch nicht an dem was er selbst gut findet, sondern daran, was der Markt gut findet.

„Der Markt entscheidet“ 

  • Der Unternehmer fragt sich: „Was wird gekauft und wie bezahlen mir meine Ideen die Miete und das Essen?
  • Der Künstler will sein Leben genießen und sich treiben lassen und das Kreative durch sich strömen lassen. Klar, es ist schön. Aber es ist nicht immer praktisch.

 

Etwas romantisieren und damit sein Ziel verfehlen

Ein Künstler zu sein, damit setzen die meisten heute einfach einen romantischen Bilderrahmen, um ihr eigenes Leben herum. Früher war Kunst kein romantischer Lebensstil, sondern ein notgedrungenes Mittel, sich mitzuteilen. Angefangen bei Höhlenmalereien, die nachfolgende Generationen vor gefährlichen Tieren warnten und die Hierarchie in der Gesellschaft skizzierten.

Weiter ging es mit der Bildmalerei, um für nachfolgende Generationen ein Bild von der – damaligen aktuellen Zeit – zu hinterlassen. Aber Bildmalerei war auch als Währung zu verstehen. Wie hätte ein armer Schlucker einem König Ehre und Respekt entgegenbringen können, wenn sein Hab und Gut in einen Sack passten, welchen er vor dem Regen schützte? Er hatte kein Geld, er hatte kein Geschäft. Aber vielleicht hatte er Talent im Malen. Das Malen öffnete ihm den Zugang zum Hof und damit wurde er anerkannt und erlangte eine Stellung in der Gesellschaft und er musste folglich nicht mehr hungern.

Streitereien und Uneinigkeit wurden nicht mit Geldbeträgen gelöst. Wahre Aufopferungen fanden sich in der Kunst, in dem der Künstler seine Reue in ein Bild packte und damit einen Teil seiner Seele als Zeichen wahrer Demut schenkte. Das war Kunst. Sie erfüllte einen Zweck. Sie war praktisch.

Viele angehende Künstler versuchen heute die Kunst zu romantisieren, obwohl sie nicht mal wissen, was sie tun.

 

Die heutigen Unternehmer im Internet sind die wahren neuen Künstler

Sie formen Ideen aus dem Immateriellen Bereich und bringen sie unter einem Nutzen auf den Markt. Das was gut funktioniert, innovativ oder billiger bei gleicher Leistung ist wird angenommen.

Es ging schon immer nur um das Überleben. Früher war Kunst ein gutes Mittel zum Überleben. Die meisten waren Selbstversorger. Man konnte einem König gut schmeicheln, wenn man ihn von seiner Schokoladenseite malte. Heute gibt es mehr Menschen und mehr Arbeit für alle. Es gibt mehr Produkte und es gibt das Internet. Auch heute versucht jeder Mensch, bloß zu überleben und das mit möglichst wenig Aufwand und zu den besten Bedingungen. Das ist unsere Natur. Wir sind eigentlich ziemlich faul.

Unternehmer im Internet passen sich nur besser an das neue Spielfeld an. Früher wollte der Markt nur Tomaten, Eier, Brot, Möbel und Häuser. Heute wollen wir den schönen Laptop mit dem angebissenem Apfel, den neuesten Fitnesstracker, Markenklamotten usw. Sprich: Luxus nach den Lebensmitteln.

Der Markt hat sich verändert.

 

Was ist also der einzige Unterschied zwischen Künstlern, die versuchen von Kunst zu leben und es nicht schaffen und Unternehmern, die heute wunderbar von ihrer Kunst leben?

Der romantische Künstler achtet nicht auf den Markt. Er macht nicht das, was Leute kaufen wollen. Er macht das, wovon er denkt, dass es cool ist. Aber in Wahrheit, gehört er damit nur zu einer kleinen Gruppe, die denkt, dass es wirklich cool ist. Der Unternehmer schaut darauf, was der Markt gut findet. Er sucht sich das aus, was eine große Gruppe von Menschen gut findet.

Das beste Beispiel ist momentan die Fitnessbranche.

Als ich mit Fitness angefangen habe (es regelmäßig zu betreiben), da war ich 16, also im Jahr 2004, da haben wir uns in kleinen Foren ausgetauscht. Das Eiweiß kaufte man im Fitnessstudio und der Hype war gerade erst am aufkommen. Heute 11 Jahre später ist der Markt in dem Bereich explodiert. Glücklich die Unternehmer, die damals schon soweit waren, die Welle zu reiten. Denen geht es heute gut. Sie haben den ganzen Aufschwung des Fitnessbooms im Internet mitgenommen und leben heute sicherlich prächtig davon.

Der Künstler muss verstehen, dass es einen Markt gibt, den es zu bewirten geht, um Geld verdienen zu können. Wenn er es nicht selbstständig tut, dann wird er irgendwann für Unternehmen arbeiten müssen, die das Prinzip längst verstanden haben und umsetzen.

Das sollte man als Künstler verstehen und umsetzen, wenn man sich etwas eigenes im Internet aufbauen möchte.

 

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