Was ist ein minimalistischer Autoren Lifestyle

Man könnte auch fragen: „wie sieht das Leben eines Autors aus, der noch keine Millionen mit seinen Büchern verdient?“

Da der Begriff „Lifestyle“ prägend für die moderne Internetzeit ist (In der Youtube Szene spricht man vom Youtube Lifestyle), wird es klar, dass damit das Leben eines Autors in der Internet- und Bloggerzeit gemeint ist. Auch heute ist es noch immer schwierig, als Autor so erfolgreich zu werden, dass man davon sehr gut leben kann. Man sagt, rund 5 % aller Autoren schaffen es gerade mal, von ihrer Autorentätigkeit zu leben.

Heute ist es zwar einfacher geworden, weil man seine Bücher mit einem Blog, Podcast, Youtube Kanal usw. verbinden kann, um noch mehr Reichweite aufzubauen, aber so einfach ist es immer noch nicht.

 

Das alte Autoren Leben

Ich bin gerade durch das Buch Das Leben und das Schreiben* von Stephen King sehr inspiriert. Es ist interessant zu lesen, wie einer der größten Autoren unserer Zeit, zu seinem Erfolg gekommen ist. Man merkt deutlich einen roten Faden in seiner Karriere, angefangen bei den ersten abgeschriebenen kurzen Geschichten, die er seiner Mutter zeigte und dafür Lob erntete bis zum ersten großen Durchbruch, in dem er die Rechte für eine Story, für einen Anteil, von 200.000 Dollar, erhielt. Stephen King ist ein oldschool Autor, der das Handwerk aus der Wiege heraus gelernt hat. Dass es nicht unbedingt so vorbildhaft laufen muss, zeigen eindrucksvoll andere Autoren, wie Charles Bukowski, mit seinem Leben. Charles Bukowski kam erst viel später zum Schreiben. Er ging einen unkonventionellen, aber auch nicht ganz unromantischen Weg, eines Autors. Nach zahlreichen verschiedenen Jobs und versuchen sein Leben auf die Reihe zu bekommen (Alkoholsucht, Drogen usw.) begann er in seinen dreißigern oder vierzigern mit dem Schreiben. Es dauerte einige Jahre, bis er erfolgreich wurde und kam schließlich zur Weltberühmtheit und verdienter Anerkennung.

Früher war es schwieriger, ein guter Autor zu werden. Zugegeben, dass ist es nach wie vor. Man wird besser mit der Zeit, aber Talent hat man oder nicht. Die Leidenschaft hat man oder nicht. Aber es war viel schwieriger, groß herauszukommen. Man musste nicht nur talentiert sein, sondern auch eifrig. Man musste sich auf einen Verlag verlassen und es dauerte lange, bis man überhaupt Aufmerksamkeit erhielt. Das einzige was man tun konnte war: Bücher schreiben.

Man konnte nicht einfach zu den Leuten vor die Haustür gehen und sagen, hier das ist mein Buch, kauft es. Entweder hatte man als Schriftsteller einen Namen, und damit bereits einen Bestseller geschrieben, oder man schreibt so lange, bis man endlich entdeckt wird. Wurde man nicht entdeckt, blieb einem nichts anderes übrig, als seinen Traum an den Nagel zu hängen und sein ganzes Leben, in einem unterbezahlten Job zu verlieren.

Man hatte also nur sich, seine Arbeit und das Schicksal, welches hoffentlich auf der eigenen Seite stand und einen von dort abholte und in ein gutes Leben führte.

Ein Autor brauchte die ersten Jahre seiner anrollenden Karriere einen Tagesjob, um über die Runden zu kommen. Er schrieb vor und nach der Arbeit. Daran, dass Autoren irgendeinen Job brauchen, um leben zu können, hat sich bis heute natürlich nichts geändert. Schließlich gibt es bei uns kein bedingungsloses Grundeinkommen.

Ein Autor braucht immer noch seinen Job, bevor er mit seiner Autorenkarriere abheben kann, aber heute ist es durch das Internet leichter eine Zielgruppe für seine Bücher zu finden. Außerdem kann man Bücher heutzutage ohne Verlage selbst veröffentlichen. Man nennt uns Selfpublisher. Es braucht lediglich eine Idee, ein Manuskript, ein Cover, Ein Klappentext und ein wenig Marketing.

 

Der neue minimalistische Autoren Lifestyle

Heute haben sich aufgrund des Internet die Regeln ein bisschen geändert. Heute kann sich jeder für 4 € im Monat einen Blog aufsetzen. Auf diesem Blog kann er täglich, oder wie es ihm gefällt, Beiträge veröffentlichen. Diese Beiträge werden nach einer gewissen Zeit von Menschen durch Google entdeckt. Je mehr Beiträge man verfasst, desto höher ist die Chance, von unterschiedlichen Menschen entdeckt zu werden. Optimalerweise wächst die Zahl der Menschen, die einen durch Google finden jeden Monat.

Ein Blog ist für einen Autor, die ideale Verkaufsplattform für seine Bücher. Man gibt unglaublich viel freien Inhalt zu Verfügung. Alle meine Blogbeiträge zusammengerechnet, würden bereits ganze Romane füllen. Der Autor schreibt kostenlose Beiträge und versucht Probleme zu lösen oder Hilfestellungen zu geben. Optimalerweise gefällt den Besuchern von Google der Stil und sie entdecken ‚zufälligerweise‘ die Bücher des Autors. Menschen geben ihre Probleme bei Google ein, landen auf einem Blog, sehen die Bücher und kaufen eventuell eins.

Wir alle haben eine gewisse Vertrauensverbindung zu Amazon aufgebaut. Das Beste was ein Autor heute machen kann, ist, einen Blog zu haben und seine Bücher über Amazon zu verkaufen. Jeder Mensch vertraut Amazon und weiß, dass sie schnell und vertrauensvoll liefern, im Gegensatz zu Ebay beispielsweise, wo es gelegentlich Betrügereien gibt. Mit einem Klick hat man ein Buch in seiner Kindle Bücherei.

 

Der Selfpublisher

Internet sei dank, kann heute jeder selbst Bücher publizieren und veröffentlichen. Mit einem Blog hat man zusätzlich die Möglichkeit kostenlos Besucher anzuziehen und Werbung für diese zu machen. Kein Autor muss seine Bücher bei einem Verlag einreichen, wo er sich langen Wartezeiten, harten Richtern, scharfen Kritikern und mangelndem Umsatz unterjochen muss. Bei einem Verlag bekommt man für gedruckte Bücher etwa nur 10% des Preises, bei E-Books immerhin um die 20%. Was eigentlich wie ein Witz klingt, wenn man die ganze Arbeit bedenkt, die dahinter steckt. Nicht nur das. Während man an einem Buch arbeitet, verzichtet man auch auf einen Lohn, den man in seinem Tagesjob bekommen würde. Das heißt man untersteht einem gewissen finanziellen Risiko. Wenn man selbst bei Amazon veröffentlicht, erhält man 70% der Einnahmen. Das ist deutlich fairer, da ja der Autor die ganze Arbeit macht. Ein Cover kann man bei Dienstanbietern wie Fiverr.com oder machdudas.de für ein paar Euros machen lassen.

 

Der neue Autor: Unabhängig

Der moderne Autor ist ein unabhängiges Wesen. Er kann auf einen großen Verlag verzichten und die Bücher direkt selbst vermarkten. Die Werbung für seine Bücher macht er optimalerweise über seinen Blog oder Facebook. Das Gute am Internet ist, dass sich hier alle Arten von Menschen, aus allen möglichen Schichten und Sparten herumtreiben. Vom Hartz IV, bis zum Millionär. Von 10 Jährigen Bengel, bis zum Rentner. Wenn man also lange genug dran bleibt, dann kann man seine Zielgruppe gar nicht verfehlen. Im Internet findet sich, was zusammen gehört. Ich weiß nicht wie oft ich bereits auf Seiten oder Blogs gelandet bin, wo ich dachte: „Man, das muss Schicksal sein, dass ich dich gefunden habe.“ Diese Blogs haben mich im Leben weitergebracht und mir weitergeholfen.

Man kann selbst aktiv werden. Man kann Interviews geben, mit anderen kooperieren, Werbung über Facebook schalten, oder sich auch ganz rein, nur passiv durch die Googlesuche finden lassen. Alles was dem eigenem Tempo entspricht und einem zusagt. Man gibt nicht alles in die Hand eines Verlags.

 

Anmerkung: Wer professionelle, fiktive Romane wie Stephen King schreiben will, ist vielleicht doch besser mit einem Verlag bedient, da dieser einfach viel mehr Erfahrung hat. Aber ich denke das wird jeder Autor selbst spüren, ob sein Werk besser in den Händen eines Verlags oder in Selbstpublikation aufgehoben ist.

 

Ein minimalistischer Autoren Lifestyle

Ein Autor schreibt nicht, weil er reich werden will. Vielleicht ist das die erste Motivation, oder man sieht es als schöne Begleiterscheinung. Es ist halt eine Möglichkeit, Geld mit einer der schönsten Tätigkeiten, die es überhaupt gibt, zu verdienen. Das Schreiben ist wie eine große Seifenblase, die aus einem kommt und in die Luft steigt. Diese Seifenblase ist die Idee, für einen Blogartikel oder ein Buch. Wenn diese große Seifenblase aus der Metaebene heraustritt und vor dir in der Luft schwebt, kannst du diese Idee sehen. Du siehst die Idee vor dir. Alles was du jetzt noch brauchst ist dein Werkzeug, der Computer. Die Aufgabe des Autors ist es einen Finger in die Seifenblase vor ihm zu schieben und damit die Seifenblase zum Platzen zu bringen. Das ist der Moment, in dem die Idee aus der Metaebene zu deiner realen Idee wird, weil du sie zum Platzen gebracht hast. Du hast dich entschieden, die Idee anzunehmen und diese nun zu Ende zu denken und zu bearbeiten. Das Spiel beginnt nun damit, dass du die Idee aufgeschrieben haben musst, bevor die ganzen kleinen Wassermoleküle der zerplatzten Seifenblase sich auf den Boden gelegt haben. Dann ist die Idee tot – oder auf dem Papier. Wenn du die Seifenblase nicht zum Platzen bringst, dann schwirrt die Seifenblase den ganzen Tag um dich herum. Beim Einkaufen, im Tagesjob und in den täglichen Unterhaltungen. Das blöde Ding verfolgt dich und umgibt dich. Manchmal wird die Seifenblase durch einen zusätzlichen Gedanken größer. Aber um es loszuwerden, musst du sie platzen lassen und anschließend die Gedanken niederschreiben, die aus dieser Seifenblase, in kleinen Wassermolekülen auf den Boden regnen.

Hast du die Idee zum vollen Ende niedergeschrieben, kannst du fast in Echtzeit oder zumindest in naher Zukunft, manchmal sogar noch während des Schreibens selbst, eine neue Seifenblase, eine neue Idee aufsteigen sehen. Das ist die Aufgabe eines Autors.

Doch bis man ein erfolgreicher Autor ist, muss man die Zeit überbrücken. Am besten geht das natürlich, in dem man an seinen Projekten arbeitet. Um aber an seinen Projekten arbeiten zu können, braucht man Zeit. Zeit ist das Wichtigste für einen Autor. Man braucht Ruhe und Zeit.

Ich liebe die Ruhe. Ich war schon immer ein ruhiges Kind, sagen meine Eltern und ich bevorzuge die Ruhe auch heute noch. Gegensätzlich arbeite ich allerdings in einer sehr lauten Halle, voller wütender Maschinen. Aber irgendwie muss man ja sein Geld verdienen.

Das Wichtigste für einen Autor ist also die Zeit. Jetzt hat man 2 Möglichkeiten:

  1. Man arbeitet in einem Job, macht seine 160 Stunden im Monat und verdient viel. D.h. Wochenende Partys, Essen gehen mit Freundin, Luxus. Ab und zu schreibt man mal etwas, sieht es aber nicht als wirklich dringend an.
  2. Man arbeitet in einem schlecht bezahlten Job mit nur 120 Stunden im Monat und verdient sehr wenig, gerade so viel, dass es zum Leben reicht. Kein Luxus. Absolut minimalistisch leben. Man nutzt aber jede freie Minute und arbeitet für seine Freiheit in der Zukunft.

Ich hatte in meinem Leben oft die Möglichkeit, mich für die erste Wahl zu entscheiden. Aber ich habe mich bisher stets dagegen entschieden. Ich kann nicht mal wirklich sagen warum, es ist einfach, als würde ich gewisser weise leiden wollen, um etwas daraus schöpfen zu können. Darum habe ich mich auch damals gegen ein Architekturstudium und für eine Künstlerkarriere entschieden.

Darum habe ich mich im letzten Jahr gegen einen sicheren Job und eine Festanstellung und für die Zeitarbeitsfirma entschieden. Ich muss jetzt mit weniger Geld leben, damit ich mehr Zeit habe, um später mehr Geld zu verdienen und vor allem mit dem, was ich am liebsten mache: Schreiben.

Bereits jetzt reichen mir 120 Stunden Arbeit im Monat aus, um meinen gegenwärtigen Lifestyle zu finanzieren. Das ist cool für mich. Ich muss theoretisch nur 3 von 4 Wochen im Monat arbeiten, und kann eine ganze Woche im Monat mehr schreiben. Zusätzlich bekomme ich jetzt bereits die ersten Einnahmen durch meinen Blog und mein Buch. Aber es ist nicht so leicht für andere, es zu verstehen. Ich kann im Moment keine Frau in ein Restaurant führen, ich hab noch nicht mal Zeit, Lust und Geld, um Freitag Abend was anderes zu machen, als zu arbeiten.

Aber es ist genau das, was mich weiterbringt und worauf ich stolz bin. Es fällt mich nicht mal schwer. Mir würde es schwerer fallen, wenn ich Freitagabend irgendwohin müsste und so tun, als würde ich mich amüsieren wollen. Dabei würde ich lieber zu Hause arbeiten. Denn das ist das einzige, was mich im Moment amüsiert, auch wenn das jetzt ironischerweise nicht so amüsant klingt.

Aber die, die etwas ähnliches durchmachen, können mich da sicher sehr gut verstehen. Doch ich habe auch lange gebraucht, um so konsequent zu werden. ich musste vieles an mir verändern. Ich musste viele Gewohnheiten ändern. Wenn du auch zu deinem eigenem Lifestyle finden willst und ein bisschen Motivation und Anleitung brauchst, lies mein Buch Persönlichkeitsentwicklung.

Mein Leben ist nicht perfekt, aber es nähert sich Stück für Stück. Auch wenn es noch nicht perfekt ist, lebe ich zum größten Teil bereits mein Traumleben. Ich habe bereits viel dafür getan und tue es auch heute und auch morgen noch.

 

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(Dieser Artikel enthält Werbelinks)

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