Wie man ein Buch / eBook effektiv, neben dem Beruf schreibt

Viele Menschen haben die romantische Vorstellung davon, ein Buch zu schreiben und es unter ihrem Namen zu veröffentlichen. Neben der reinen Erfahrung, freut man sich natürlich darüber, wenn andere Menschen dieses Buch lesen und man ihnen durch das Buch helfen oder sie zumindest unterhalten kann. Doch ein Buch ist nicht mal eben schnell geschrieben. Mittlerweile habe ich einige Bücher selbst geschrieben und weiß, dass es ein langer Prozess ist. Aber es lohnt sich – jedes Mal!

 

Wie schreibt man ein Buch?

Ich unterteile das Schreiben eines Buches in zwei große Prozesse.

  • Das kreative Schreiben
  • Das korrigieren, verbessern und „abrunden“

 

Den Titel auswählen, die Struktur aufbauen usw. handele ich nicht als eine eigene Prozedur ab, da mir das ganze eher intuitiv vorkommt. Meistens fallen mir täglich 2 – 3 Buchtitel mit entsprechendem Inhalt ein, von denen der ein oder andere Titel auch ein Buch werden könnte, aber meistens verwerfe ich sie wieder. Aber falls mir eine Idee sehr oft in den Sinn kommt, dann tippe ich sie mir in mein Smartphone und gucke sie mir bei Gelegenheit an.

Der Titel und das Thema für ein Buch entstehen meistens aus privatem Interesse. Das Unterbewusstsein ist eine riesige Festplatte, die man nach Belieben dazu einstellen kann, einem Ideen zu liefern. Nicht alle Ideen sind erfolgreich. Aber jede gescheiterte Idee bringt uns näher zu den wirklich guten. Beschäftigt man sich zum Beispiel viel mit den Erfolgsmechanismen der Menschen, wird es vielleicht ein Buch über Erfolg. Beschäftigt man sich viel mit der Börse, wird es vielleicht ein Buch über die Börse. Hat man drei Kinder groß gezogen, möchte man vielleicht anderen Mamis bei der Kindererziehung helfen. Grenzen gibt es da einfach nicht.

Genau so lese ich auch sehr gerne Bücher, die mich in meinem Interesse kratzen und die mich irgendwie weiterbringen oder unterhalten können. Ich lese aber zum Beispiel selten Romane, oder Fantasie Bücher. Auch wenn diese ihren eigenen Charme haben, um jemanden in eine neue Welt eintauchen zu lassen. Ebenfalls lernt man an Romanen, wie Autoren mit Wörtern umgehen. Trotzdem galt mein Hauptinteresse stets den Sachbüchern. Ich brauche Bildung und Entwicklung.

 

Baue zu erst das Gerüst

Wenn man den Titel und den ungefähren Inhalt des Buches vor Augen hat, sollte man sich zunächst das Gerüst oder Skelett des Buches aufbauen.

  1. Wie viele Teile hat mein Buch?
  2. Welche Themen kann ich in einzelne Kapitel trennen?
  3. Wie viele Kapitel und welche eignen sich?
  4. Brauche ich Unterkapitel?
  5. Wie viele?
  6. Schreibe ich in „Du“ oder „Sie“ Form?
  7. Wer ist die Zielgruppe?
  8. Was möchte die Zielgruppe?

Wenn diese Gliederung steht, kann man endlich mit dem schönsten Teil der Arbeit beginnen, dem kreativen Schreiben.

 

Das kreative Schreiben

Diese Art, an sein Buch heran zu gehen, ist explizit für Menschen gedacht, die ein Buch neben der Arbeit schreiben wollen, da man so das Schreiben des Buches in viele Einzelschritte unterteilen kann und jeden Tag ein bisschen weiterkommen kann. Wenn man jedoch Urlaub hat oder gerade auf Jobsuche ist oder aus anderen Gründen mehr Zeit hat, kann man einfach mehrere Prozesse zusammenpacken und einfach mehr an einem Tag erledigen.

Ich habe die erste Version von Persönlichkeitsentwicklung, neben meinem Vollzeitjob als Maschinenführer geschrieben und schreibe auch aktuell mein zweites Buch neben meinem Job. Ich habe neben meinem Job täglich etwa 3 – 4 Stunden Zeit. Auch 2 Stunden reichen bereits, um weit zu kommen. Hauptsache man tut jeden Tag ein bisschen etwas. Aber man sollte auf jeden Fall mehr als eine halbe stunde oder Stunde am Stück an seinem Werk arbeiten, da man erst nach einiger Zeit in den Flow Zustand kommt, in dem das kreative Schreiben wirklich einsetzt und das Schreiben, wie von Zauberhand geschieht. Das ist der schöne Part, man holt plötzlich Wissen aus einem selbst heraus, welches vielleicht lange im Unterbewusstsein versteckt war und welches jetzt wieder zum Vorschein kommt.

Genau da möchte man hinkommen und genau darum geht es im ersten Durchlauf.

 

Das Skelett / Gerüst mit Leben füllen

Wenn man sein Grundgerüst fertig hat, setzt man sich an den ersten Punkt und fängt einfach an zu schreiben. Alles was einem erst mal sinnvoll erscheint und direkten Bezug hat ist bereits gutes Material. Im ersten Durchlauf willst du einfach erst mal in den Flow Zustand kommen und möglichst viel schreiben. Wenn du der Meinung bist, dir würde nichts mehr zum jeweiligen Punkt, Kapitel oder Absatz einfallen und der Punkt ist hier mit abgearbeitet, hast du dein erstes Kapitel fertig und kannst zum nächsten Kapitel gehen.

Es empfiehlt sich höchstens nur ein Kapitel pro Tag zu machen. Dann kann man sich gut darauf konzentrieren und in Wartezeiten im Job oder auf dem Nachhauseweg werden dir Ideen für das nächste Kapitel einfallen. Damit schreibt sich das Buch fast wie von alleine. Du musst nur ein bisschen Zeit und Fingersport an der Tastatur aufbringen. Dein intelligenter Geist und dein Unterbewusstsein erledigen das meiste für dich.

 

Die Korrektur

Hast du das ganze Buch fertig, geht es zum, für mich, sehr unschönen Teil, der Korrektur. Ich hasse das Korrigieren, wenn ich mal mehr Geld habe, werde ich das auf jeden Fall professionell erledigen lassen. Aber noch muss ich es selbst machen. Ich tue mich sehr schwierig mit der Korrektur. Während das kreative Schreiben mir Energie gibt und meine Laune hebt, entzieht mir das Korrigieren und das „fünf Mal durchlesen des gleichen Textes“ meine Energie. Da schaffe ich immer nur maximal eine Stunde ohne Pause.

Ergänzung vom 31.05.2017:

Inzwischen habe alle meine Bücher professionell lektorieren und korrigieren lassen. Meine Deutschkenntnisse sind zwar gut, aber zu ungenügend für geübte Leser. Gerade in einem Buch dürfen keine Fehler auftauchen, die das Lesegefühl stören. Ein Buch sollte flüssig zu lesen sein.

 

Danksagung, Cover und Vermarktung

Dies geschieht natürlich alles zum Ende des Buches. Bei der Vermarktung bin ich aber kein Fan von harten Verkaufsmaschen und Werbung. Ich finde einen eigenen Blog zu haben ist optimal, da man dort sowieso potentielle Leser anzieht. Harte Verkaufsmechanismen sind nicht mein Ding, dazu kann ich auch nicht viel sagen. Verkaufe durch gutes Schreiben, nicht durch gute Verkaufstricks.

Die Cover habe ich selbst mit Photoshop gemacht. Sicherlich sind es keine Bestseller Cover, aber sie haben genügt, um Leser anzuziehen. Man kann sich Cover professionell erstellen lassen. Günstige Angebote findet man zum Beispiel bei machdudas.de oder fiverr.com

Vorwort und Danksagung sind persönlich.

 

Buch versus Blog

Der Unterschied zwischen einem Blog und einem Buch.

  • Das schöne an einem Blog ist, dass ich jeden Tag über ein anderes Thema schreiben kann und jeden Tag etwas veröffentlichen kann. Es sind damit viele hunderte von Minibüchern. Jedes einzelne davon kann über Google gefunden werden und sich an verschiedene Arten von Menschen richten.
  • Bei einem Buch „hängt“ man für eine längere Zeit fest. Man muss auch mal Hängephasen durchstehen und einen langen Atem besitzen.
  • Bei einem Blog kann man ein bisschen aus dem Tag heraus schreiben. Es ist immer aktuell zu dem Datum präsent.
  • Ein Buch hingegen sollte etwas zeitloser sein.
  • Ein Buch dient dazu, dein Expertenwissen zu einem bestimmten Thema zu bündeln und den Menschen wirklich etwas für ihr Geld zu liefern.
  • Ob der Wert aus Wissen oder Unterhaltung besteht, obliegt dem Autor.
  • Ein Blog ist optimal um Reichweite aufzubauen, auf dem man Werbung für seine Bücher machen kann.
  • Menschen googeln nach Informationen oder Problemlösungen und kommen auf deinen Blog.
  • Manchen gefällt der Inhalt und sie bleiben, andere gehen wieder.
  • Menschen denen dein Blog gefällt, wird auch dein Buch gefallen.
  • Jeder der ein Buch schreiben möchte, sollte ein Blog besitzen, auf dem er über das Buch sprechen kann und Menschen darauf aufmerksam machen kann.

Wenn man noch kein Blog besitzt, sollte man damit anfangen. Ich finde jeder Mensch braucht einen Blog.

 

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(Dieser Artikel enthält Werbelinks)

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