Wie werde ich reich – Der Mensch, das Konsumtier

Teil 1: Wie werde ich reich – Einleitung

Teil 2: Wie werde ich reich – Das Leben ist ein Spiel

 

Wir leben in einer ziemlich coolen Zeit. Niemals war es leichter Geld zu verdienen und es auch wieder auszugeben. Seit dem sich der Normalbürger vom Landleben, zum Mittelständischen entwickelt hat, stieg auch die Nachfrage nach Möglichkeiten seinen Wohlstand repräsentativ äußerlich sichtbar zu machen.

 

 

Vom Adel zum Fußvolk

Was früher dem Adel gewährt und den Bauern vorenthalten, war die Macht sein Vermögen kenntlich zu tragen und zur Schau zu stellen. Edle Stoffe, anmutige Gewände und die neuste Technik. Der Bauer hatte zwar seine Fähigkeiten, aber sein Bewusstsein war eher auf das Überleben ausgerichtet, als auf schönen Konsum. So vergingen viele hunderte von Jahren, in denen sich der Adel ein schönes Leben machte und das Fußvolk mit beneidenswerten Blicken bloß staunen durfte.

Die Jahrhunderte schlitterten weiter und die Weltwirtschaft wuchs. Es wurde immer mehr Ware produziert. Mit der Industrialisierung gab es dann endlich einen Durchbruch für die unteren Schichten der Gesellschaft. Der Einzug vom Land in die Fabriken, ermöglichte es sich auf Wohlstand und Vermögen hochzuarbeiten. Ware wurde nun Massenware und um vieles günstiger und für das gesamte Volk zugänglich.

Ein Überreichtum der Volkswirtschaft wurde geschaffen, zumindest in den reichen Industrienationen. Das Bewusstsein der Allgemeinheit stieg von Überleben auf Luxus und Konsum um.

 

Im Reich der 1000 Dinge

Mittlerweile leben wir in einem riesigen Ozean von Auswahlmöglichkeiten, es gibt 100 verschiedene Marken für Toaster, Kaffeemaschinen, Fernseher etc. Die Konsumbandbreite ist eine gewaltige Lawine voller Möglichkeiten Geld auszugeben. Wir müssen heutzutage nicht einmal in eine voll gedrängte Stadt, um Stunden an der Kasse und den Regalen zu verbringen, sondern können alles ganz bequem im Internet bestellen und nachhause geliefert bekommen.

 

Das Konsumbewusstsein

Das ganze ist natürlich sehr verführerisch und neues Spielzeug macht immer Spaß. Aber wenn man Vermögen aufbauen will, um sich später mal noch besseres Spielzeug leisten zu können, muss man sich einfach fragen, ob man wirklich alles braucht, was einem die Werbung gerade an den Kopf knallt. Google zum Beispiel wird auch immer wieder optimiert mit seinen Algorithmen, sodass es bald dahin kommt, die Wünsche der Konsumenten zu errechnen, noch bevor man selbst weiß, dass man das gewünschte Objekt haben möchte.

Gerade in der heutigen Marketing-everywhere Zeit, muss man sich klar werden, was man wirklich benötigt und was nicht. Was einem gut tut und was nicht. Was einen weiterbringt und was nicht. Ist etwa wirklich cool, nur weil die Werbung oder die Spielfilmserien es sagen? Sind dicke Rapper mit Goldketten wirklich cool? Letztlich ist alles eine Sache des eigenen Geschmackes und jeder ist frei in seinem Leben. Aber die Werbung und mediale Welt wird immer versuchen dafür zu sorgen, dass du Dinge cool findest, die vielleicht gar nicht so cool sind.

 

Der richtige Filter

Um Vermögen aufzubauen und Geld anzuhäufen, um es anschließend gewinnbringend zu investieren, müssen wir unseren Filter umstellen. Weg vom Konsumverhalten, hin zum Bauernverhalten. Der Schmied, der Bäcker, der Landwirt, aus dem Mittelalter, hat mit seiner Lebenskraft Sachen erbaut und bearbeitet. Er war auf das Überleben ausgerichtet und hat sich nicht verschuldet. Er hat positives geschaffen und Werte erzeugt.

Diese Einstellung gilt es auf die heutige Zeit anzuwenden, wenn man Richtung finanzielle Freiheit möchte. Seine Ausgaben minimieren und Werte schaffen. Arbeiten gehen, Geld verdienen. Das Geld investieren. Das Geld arbeiten lassen.

 

Der gute Konsum

Wir sind mitten in großen Umbrüchen, die ganze Welt ist so komplex und undurchsichtig geworden, dass es sich eigentlich keiner mehr leisten dürfte mit Konsumware stillgelegt zu werden. Man muss sich die Konsumware als einer Art Ohrstöpsel des Bewusstseins vorstellen. Man wird kurzzeitig glücklich gestellt mit Ware und langfristig abgelenkt von den eigenen Fähigkeiten sich voranzubringen. Doch es gibt eine Gegenwehr zu dieser Machtlosigkeit. Diese heißt Bildung und Eigeninitiative. Das wichtigste ist sich ständig weiterzubilden und seine Zeit sinnvoll zu nutzen und zu investieren. Man muss Bücher lesen und seinen eigenen Standpunkt mit der Welt reflektieren und schauen wo man einen Hebel zu einem besseren Leben ansetzen kann. Jeder kann sich Wohlstand erarbeiten, egal aus welchen Verhältnissen und mit welchen Bedingungen man startet. Wichtig ist was man daraus macht.

 

>weiter geht es mit Teil 4: Wie werde ich reich – Teil 4 – Einkommen und Ausgaben<

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